Bekanntmachung
Mobiles H2O2 Raumdekontamination System EK-LuD-2026-0006-MHE
| Vergabenr. | EK-LuD-2026-0006-MHE |
| 1. Zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle, zuschlagserteilende Stelle: | |
| Name und Anschrift: | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin Deutschland |
| Telefonnummer: | +49 3094062226 |
| Telefaxnummer: | |
| E-Mail-Adresse: | vergabestelle.vol@mdc-berlin.de |
| Internet-Adresse: | https://www.mdc-berlin.de |
| Zuschlagserteilende Stelle: | Siehe oben |
| 2. Verfahrensart (§ 8 UVgO): | |
| Verfahrensart: | Öffentliche Ausschreibung |
| 3. Angebote können abgegeben werden: | |
| elektronisch in Textform | |
| elektronisch mit fortgeschrittener Signatur | |
| elektronisch mit qualifizierter Signatur | |
| Anschrift zur Einreichung schriftlicher Angebote: | -ENTFÄLLT- (es sind ausschließlich elektronische Angebote zugelassen) |
| 4. Zugriff auf Vergabeunterlagen: | |
| Maßnahmen zum Schutz der Vertraulichkeit und die Informationen zum Zugriff auf die Vergabeunterlagen (§ 29 Abs. 3 UVgO): | |
| 5. Art und Umfang sowie Ort der Leistung: | |
| Art der Leistung: | Mobiles System zur H2O2 Raumdekontamination mittels luftgestützter Oberflächendesinfektion |
| Menge und Umfang: | Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft legt mit seinen Entdeckungen von heute den Grundstein für die Medizin von morgen. An den Standorten in Berlin-Buch, Berlin-Mitte, Heidelberg und Mannheim arbeiten unsere Forschenden interdisziplinär zusammen, um die Komplexität unterschiedlicher Krankheiten auf Systemebene zu entschlüsseln - von Molekülen und Zellen über Organe bis hin zum gesamten Organismus. In wissenschaftlichen, klinischen und industriellen Partnerschaften sowie in globalen Netzwerken arbeiten wir gemeinsam daran, biologische Erkenntnisse in praxisnahe Anwendungen zu überführen - mit dem Ziel Frühindikatoren für Krankheiten zu identifizieren, personalisierte Behandlungen zu entwickeln und letztlich Krankheiten vorzubeugen. Das Max Delbrück Center wurde 1992 gegründet und vereint heute eine vielfältige Belegschaft mit 1.800 Menschen aus mehr als 70 Ländern. Wir werden zu 90 Prozent durch den Bund und zu 10 Prozent durch das Land Berlin finanziert. Das Ziel dieses Vergabeverfahren ist die Beschaffung eines Mobilen H2O2 Raumdekontamination System mittels luftgestützter Oberflächendesinfektion am MDC-Berlin. Leistungsumfang: Lieferung inkl Inbetriebnahme vor Ort, eines mobilen elektrisch betriebenen Systems zur luftgestützten Oberflächendesinfektion von geschlossenen Räumen nach erfolgter Reinigung. Das System dient der reproduzierbaren biologischen Dekontamination in Laboren, Tierhaltungsbereichen, Schleusen und vergleichbaren hygienisch sensiblen Zonen. Das angebotene System umfasst Gerät, Steuerung, eingesetztes Biozid sowie alle für den Betrieb erforderlichen Komponenten und Verbrauchsmaterialien für einen vollständigen Dekontaminationszyklus. Anwendungsbereich: Das System muss geeignet sein für die Dekontamination von geschlossenen Räumen mit einem Volumen von 120 bis 240 m³ in einem zusammenhängenden Dekontaminationszyklus. Die vollständige Behandlung des Raumes muss mit einem einzelnen Gerät erfolgen. Der Einsatz mehrerer Geräte parallel oder die Aufteilung eines Raumes in mehrere Teilzyklen ist für den Anwendungsfall nicht vorgesehen da hierbei in der Vergangenheit keine reproduzierbar zuverlässigen Ergebnisse erzielt wurden. Die Räume z.B. Labore können Regale und Tierhaltungstypischen Einrichtungen enthalten. Dekontaminationsverfahren: Das Verfahren muss auf einer luftgestützten Verteilung eines Wasserstoffperoxid Biozids in Form eines nicht benetzenden Trockennebels basieren. Gefordert sind folgende Eigenschaften • homogene Raumverteilung auch in komplexen Raum Geometrien • keine Kondensation auf Oberflächen • kein aktives Erhitzen des Biozids • kaltes Vernebelungsverfahren mit kurzer Diffusions- und Kontaktzeit Wirksamkeit Normen und Reproduzierbarkeit: Das Gesamtsystem aus Gerät und Biozid muss folgende Anforderungen erfüllen • Nachweisbare Desinfektionsleistung bis mindestens Log 6 • Wirksamkeitsnachweis gegen bakterielle Sporen wie Geobacillus Stearothermophilus • Die Wirksamkeit muss auch an schwer zugänglichen Positionen innerhalb des Raumes nachweisbar sein. • Konformität zur europäischen Norm EN 17272 • Wirksamkeitsnachweise durch unabhängige Prüflabore • reproduzierbare und validierbare Desinfektionsleistung in einem Einzelzyklus • Die Wirksamkeit darf nicht von manuellen Synchronisationsmaßnahmen oder vom parallelen Einsatz mehrerer Geräte abhängig sein. Biozid Anforderungen: Das einzusetzende Biozid muss folgende Eigenschaften aufweisen • Wasserstoffperoxid Konzentration maximal 10 Prozent (reduzierte Anforderungen an Arbeitsschutz im Vergleich zu hochkonzentrierten H2O2 Lösungen) • Das Biozid muss für den Einsatz als Flächen- oder Raumdesinfektionsmittel zugelassen sein. • geringe Korrosivität gegenüber Materialien und technischer Infrastruktur • rückstandsfreie Zersetzung nach der Dekontamination Prozesszeit und Belüftung: Das System muss eine kurze und wirtschaftliche Gesamtdauer des Dekontaminationsprozesses ermöglichen. Gefordert sind: • automatische Berechnung der Diffusionszeit in Abhängigkeit von Raumvolumen und Dosierung • verkürzte Kontakt und Verdampfungszeit durch feine Aerosolstruktur • Die Belüftungsphase muss ohne zusätzliche externe Lüftungsgeräte oder Hilfssysteme durchgeführt werden können • Arbeitsschutzrechtlich zulässiger Wiedereintritt in den Raum nach definierter Anzahl von Luftwechseln • Ziel ist eine im Marktvergleich kurze Aerationszeit ohne Beeinträchtigung der Wirksamkeit. Geräteanforderungen: Das Gerät muss folgende Mindestanforderungen erfüllen • mobiles Einzelgerät mit Rollen • handhabbares Eigengewicht für den Betrieb durch eine Person • Biozidbehälter mit einem Fassungsvermögen von mindestens 5 Litern • Betrieb an einer haushaltsüblichen 240 V Steckdose • Eignung zur vollständigen Dekontamination von Räumen mit 120 bis 240 m³ in einem Einzelzyklus • Eingabe oder automatische Berechnung des Raumvolumens Dokumentation und Rückverfolgbarkeit: Das System muss eine vollständige Prozessdokumentation ermöglichen • digitale Aufzeichnung der Dekontaminationsparameter • Export von Prozessberichten im PDF Format • Rückverfolgbarkeit von Zeit Raum Dosierung und Zyklus Service und Support: • Unterstützung bei der 1.Begasung inkl. Einweisung des Bedienpersonals und Erstellung von Anwendungs- und Prozessprotokollen • Verfügbarkeit von Warungskits und Verbrauchsmaterialen inkl. chemischer und bilogischer Indikatoren Zahlungsbedingungen: * Es gelten die ZVB des MDC-Berlin Mit dem Angebot vorzulegende Unterlagen: * Eigenerklärung zu den Ausschlussgründen * Eigenerklärung zur Frauenförderung * Eigenerklärung zum Nachunternehmereinsatz (sofern anwendbar) * Bietergemeinschaftserklärung (sofern anwendbar) * Verpflichtungserklärung Eignungsleihe (sofern anwendbar) * Konformität zur europäischen Norm EN 17272 * 3 Referenzen (inkl. Kontaktdaten) von europäischen Forschungsinstituten bei denen das Gerät aktuell betrieben wird. |
| Ort der Leistung: | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin Deutschland |
| 6. Losaufteilung: | |
| Losweise Vergabe: | Nein |
| Angebote sind möglich für: | die Gesamtleistung |
| 7. Nebenangebote sind | |
| nicht zugelassen | |
| 8. Etwaige Bestimmungen über die Ausführungsfrist: | |
| Beginn der Ausführungsfrist: | |
| Ende der Ausführungsfrist: | |
| Bemerkung zur Ausführungsfrist: | |
| 9. Elektronische Adresse, unter der die Vergabeunterlagen abgerufen werden können oder die Bezeichnung und die Anschrift der Stelle, die die Vergabeunterlagen abgibt oder bei der sie eingesehen werden können: | |
| unter (URL:) | https://vergabekooperation.berlin/NetServer/ |
| Weitere Auskünfte erteilen/erteilt | Siehe oben |
| Stelle zur Anforderung der Vergabeunterlagen: | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin Deutschland |
| Internet-Adresse (URL): | https://www.mdc-berlin.de |
| Anschrift der Stelle, bei der die Vergabeunterlagen eingesehen werden können: | |
| Anschrift: | |
| 10. Ablauf der Angebots- und Bindefrist: | |
| Angebote sind einzureichen bis: | 04.05.2026 08:00 |
| Ablauf der Bindefrist: | 01.06.2026 |
| 11. Höhe der etwa geforderten Sicherheitsleistungen: | |
| 12. Wesentliche Zahlungsbedingungen: | |
| Es gelten die ZVB des MDC-Berlin | |
| 13. Ggf. mit dem Angebot vorzulegende Unterlagen zur Eignungsprüfung des Bewerbers: | |
| Mit dem Angebot vorzulegende Unterlagen: * Eigenerklärung zu den Ausschlussgründen * Eigenerklärung zur Frauenförderung * Eigenerklärung zum Nachunternehmereinsatz (sofern anwendbar) * Bietergemeinschaftserklärung (sofern anwendbar) * Verpflichtungserklärung Eignungsleihe (sofern anwendbar) * Konformität zur europäischen Norm EN 17272 * 3 Referenzen (inkl. Kontaktdaten) von europäischen Forschungsinstituten bei denen das Gerät aktuell betrieben wird. |
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| 14. Angabe der Zuschlagskriterien: | |
| Der niedrigste Preis | Nein |
| Wirtschaftlich günstigstes Angebot in Bezug auf die nachstehenden Kriterien: | 1 Preis (100%), 2 Normkonformität und mikrobiologische Wirksamkeit, 3 Biozid und Verfahrensprinzip, 4 Systemleistung und Geräteanforderungen, 5 Prozesssicherheit und Dokumentation |
| 15. Sonstiges: | |
| Es werden folgende Mindestanforderungen festgelegt: 1. Mindesjahresumsatz Der Mindestjahresumsatz muss im Durchschnitt der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre das 2,5 fache der Angebotssumme betragen. 2. Betriebshaftpflichtversicherung Die Betriebshaftpflichtversicherung muss folgende Mindestdeckungssummen aufweisen: a.)1 000 000,00 EUR je Schadensfall bei doppelter Jahreshöchstleistung (d. h. 2 000 000,00 EUR) für Personen- und Sachschäden b.) sowie 500 000,00 EUR je Schadensfall bei doppelter Jahreshöchstleistung (d.h. 1 000 000,00 EUR) für Vermögensschäden. Der Nachweis ist durch Nutzung des Fragebogens zur bzw. für Mitglieder von Bietergemeinschaften oder Nachunternehmer durch die in den Vergabeunterlagen enthaltenen Formblätter zu führen. Alternativ kann eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung oder Präqualifikationsnachweis eingereicht werden. | |



